Bausachverständige Hamburg informiert: „Wasser und Feuchtigkeit im und am Haus“

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Jeder hat das in irgendeiner Form schon einmal erlebt: Wasser ist in und um das Gebäude herum immer irgendwie da und wandert dorthin, wo es stört. Möglich Folgen sind dann Schimmelpilzbildung, Abplatzungen, Ausblühungen, Dunkelfärbung von Bauteilen (das Bauteil fühlt sich feucht an), Pfützenbildung, Umwandlung einzelner Zimmer in ein Aquarium etc. Eine Frage, die sich dem Bausachverständigen häufig stellt, ist: Kann dieser Zustand so bleiben oder muss etwas getan werden, damit das Gebäude uneingeschränkt nutzbar ist und bleibt? Gelten dabei für Hamburg andere Maßstäbe als anderswo?

In den meisten Fällen beantwortet sich diese Frage natürlich von selbst: Niemand will beim Gehen durch ein Gebäude dort ein Fußbad nehmen, wo es eigentlich nicht vorgesehen ist. Auch Pilzbildung oder muffigen Geruch schätzt niemand. Was ist aber, wenn das Mauerwerk oder der Fußboden nass sind und ich davon nichts merke? Und könnte ich nicht eine nasse Wand oder einen Fußboden von innen abdichten, ohne von außen aufwendig auszugraben?

Solche Möglichkeiten gibt es. Schließlich gibt es auch Wände, bei denen nicht mehr – wie dies eigentlich bei einem Neubau vorgesehen wäre – von außen abgedichtet werden kann (zum Beispiel, weil mittlerweile ein weiteres Gebäude oder eine befestigte Straße davor sind). In diesem Fall gibt es zunächst einmal die Möglichkeit einer sogenannten Vergelung, das heißt, von innen wird durch die Wand eine Flüssigkeit in das Erdreich injiziert, die eine Abdichtung bewirken soll. Diese Maßnahme scheitert aber häufig schon an geeigneten Bodenverhältnissen. Dann bleibt nichts anderes übrig, als die Wand von innen abzudichten (was Maßnahmen einschließt, die ein Weiterwandern der Feuchtigkeit in andere Bauteile verhindern soll). Dadurch ist beispielsweise das Mauerwerk weitgehend nass. Und nun?

Wenn es sich dabei um beheizte Räume handelt, ist – zumindest theoretisch – die Wärmedämmung der Wand schlechter als in trockenem Zustand. Häufig ist das aber nur eine theoretische Größe, die praktisch so wenig ausmacht, dass am Energieverbrauch nicht ablesbar sein wird.

Kann die Wand dadurch, dass sie ständig feucht ist, Schaden nehmen? Produkte wie Kalksandstein oder Ziegel nehmen durch Wasser, das sich ständig und ohne weitere Veränderung in diesen Baustoffen befindet, keinen Schaden. Beim Mörtel hingegen kommt es darauf an: Moderne Mörtel enthalten als festigkeitsgebenden Bestandteil in der Regel Zemente, die auch im Wasser dauerhaft beständig sind. Gerade bei älteren Gebäuden muss aber auch damit gerechnet werden, dass es sich um Kalkmörtel handelt, die unter Feuchteeinfluss erheblich an Festigkeit verlieren können. Ein solches Mauerwerk könnte also auf Dauer Schaden nehmen.

 Letztlich geht es also nicht ohne uns: Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Bausachverständigen Hamburg!

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